Die Herausforderungen von Liebe & Intimität

Partnerschaft als gemeinsamer Entwicklungsweg

Was ist der Unterschied zwischen Liebe und Intimität?
Warum fordern uns intime Beziehungen so heraus und warum spüren wir uns manchmal so zerissen zwischen dem Wunsch nach Intimität und einem natürlichen Widerstand dagegen?
Was haben Eros und Hingabe damit zu tun?

Diesen Fragen hat sich der Ganzheitliche Heiler, Therapeut und spirituelle Lehrer Gabriel Cousens in einem Artikel angenommen. Diesen Artikel, der mir aus der Seele gesprochen hat, habe ich auszugsweise übersetzt, neu angeordnet und darin teilweise meine eigenen Gedanken einfließen lassen. HIER geht´s zum englischen Original

Liebe ist ein offener Raum

Liebe ist ein Feld das es Dir erlaubt, einen Raum für den Anderen zu öffnen, in dem er sich in seiner rohen, nackten Authentizität zeigen kann. Dieses Feld erlaubt uns in der Wahrheit gesehen zu werden, die wir sind. Ein Raum in dem wir unseren wilden Mann und unsere wilde Frau manifestieren können. Auf energetischer Ebene ist dieser Raum zwischen Mann und Frau von „Eros“ durchdrungen. Eros ist das subtile romantische Spiel zwischen maskuliner und femininer Essenz – in einem Raum in dem sie sowohl Polaritäten sind, als auch als Einheit erfahren werden können. Dieser Raum ist eine Einladung und die Möglichkeit, seine bedingungslose Liebe zu erfahren und mit dem Anderen zu teilen. Das ist aber nicht unbedingt auf eine intime Beziehung beschränkt.

Eros als energetische und spirituelle Kraft.

Es geht nicht nur um einen emotionalen oder sexuellen Eros, sondern auch um den Eros in der Beziehung zum „Göttlichen“. Gemeint ist ein Eros im weitesten Sinne – Eros als Spiel der Polaritäten und Gegensätze. Es braucht einen gewissen Bogen an Polarität in einer langfristigen, lebendigen, liebenden Beziehung – sonst ist da keine Kunst, keine Leidenschaft und kein Eros. Eros ist ein subtileres, energetisches Konzept, welches dafür sorgt, dass die getrennten Polaritäten in sakraler Weise zurück in die Einheit verschmelzen.

In der tantrischen Tradition wird dies zB von den Gottheiten Shiva und Shakti symbolisiert. In vielen mystischen Schulen gibt es diese heilige Dynamik und Symbolik um die männlich-weibliche Polarität. Das ist das Abbild von kosmischen Prinzipien, die nicht von individuellen oder kulturellen Prägungen oder Trends zu verändern sind. Diese sind auch in homosexuellen Beziehungen oder in der Beziehung zur Natur wirksam. Wir sprechen ja von Intimität auf einer kosmischen und archetypischen Ebene, die demnach überall wirken muss.

Intimität als alchemistischer Kochtopf

Auf der einen Seite ist da die grundlegende Polarität – auf der anderen Seite schafft dann Intimität den alchemistischen Container in dem diese beiden verschmelzen können. Intimität ist ein Commitement auf Zeit zu einer lebendigen und offenherzigen Beziehung als spiritueller Weg. Der Schlüssel zur Intimität ist das Schaffen eines sicheren Raumes für Menschen, um es ihnen zu erleichtern, den Schritt ins Ungewisse wagen zu können, Schwellen zu überschreiten und dort im Prozess der Beziehung ihren Engeln und Dämonen zu begegnen. Intimität ist der Weg über das Mysterium der Beziehung.

Intimität und der natürliche Widerstand dagegen

Der Weg der intimen Beziehung ist ein grossartiger Weg. Die grösste Herausforderung auf diesem Weg der Intimität ist das Überschreiten unserer Grenzen. Jeder Mensch sehnt sich im Herzen nach Intimität und trotzdem spüren wir alle zu einem gewissen Grad einen Widerstand dagegen. Dieser Widerstand entsteht aus verschiedenen Ängsten heraus. Ängste die mit Erlebnissen in unseren Herkunftsfamilien zu tun haben, mit Erfahrungen auf inner-psychischer Ebene oder mit unbewussten Erinnerungen an frühere Leben. Die Kunst der Intimität besteht darin, dem natürlichen Widerstand der Intimität gegenüber begegnen zu können und ihn zu durchschreiten.

Liebe heißt nicht unbedingt Deine Angst zu besiegen. Liebe ist viel mehr die Kraft, die Dich dazu ermächtigt, mit Deinen Ängsten zu leben um darüber hinausgehen zu können. Intimität ist dazu da, den Raum zu schaffen, damit Du und Dein Geliebter aufblühen können – trotz Eurer Angst.

Intimität braucht einen sicheren Raum

Gerade deshalb braucht Intimität einen definierten Rahmen – im Unterschied zum „Alles ist möglich“ der bedingungslosen Liebe. Intimität braucht Sicherheit welche es Dir möglich macht Dich zu öffnen und in diesem heiligen Raum in den einzigartigen Ausdrucks Deines Selbst hineinblühen zu können. Das braucht Absprachen in die man gemeinsam einwilligt und ein Commitement, diese zu respektieren und nicht zu überschreiten. Man bekennt sich auch dazu, einen Beziehungsprozess mit einem offenen Herzen zu führen – leidenschaftlich und lebendig – egal was passiert. Das schafft einen sicheren Raum und eine gewisse Bewusstheit oder Präsenz.

Hingabe – der Sprung in den Raum

Hat man gemeinsam erstmal einen heiligen Raum geschaffen und ist dort gemeinsam präsent, kann man sich mehr und mehr in Hingabe üben. Die Bereitschaft zur Hingabe erfordert ein hohes Maß an Bewusstheit. Intimität führt uns letztlich zur Hingabe aneinander, führt uns vom Ego zum wahren Selbst in einem alchemistischen Prozess. Die Fähigkeit wirklich intim zu sein, erfordert die Reife, in Beziehung sein zu können. Auch Lehrer-Schüler Beziehungen erfordern ein gewisses Maß an Hingabe und ein gemeinsamen Wechselspiel. Wir werden in diesem Prozeß vielleicht auf unsere Angst zurückgeworfen, uns an etwas Größeres als uns selbst zu verschenken und uns aufzulöen, uns dabei selbst zu verlieren oder verschluckt zu werden. Deswegen ist es auch wichtig, sich seiner Grenzen bewusst zu sein und diese auf eine gesunde Weise zu kommunizieren und auszudrücken. Es geht nicht darum, dadurch starr und unbeweglich zu werden, sondern um die bewusste Entscheidung sich innerhalb dieser Grenzen mehr und mehr zu öffnen, sie vielleicht früher oder später aus freien Stücken zu überschreiten und sich dann fallen zu lassen … in die Einheit.

Wie gehen wir durch den Widerstand gegen Intimität?
Wir bleiben wir in unserer Partnerschaft im Fluss?
Wie halten wir unsere Beziehung lebendig?

Die Antworten auf diese Fragen habe ich in einen anderen Artikel verpackt: „10 Tipps für eine „wunderpaare“ Beziehung“

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Hier eine kleine Vorschau auf die 10 Schlüssel einer lebendigen, intimen Beziehung:

  • sich zu 100% „Einlassen“
  • seine Polarität finden & pflegen
  • sich Zeit für die Liebe nehmen
  • Berührung, Zärtlichkeit & Kommunikation pflegen
  • eine gute Balance zwischen Zusammen- und Alleine-Sein finden
  • die Partnerschaft als Entwicklungsfeld (als spirituellen Weg) sehen – das Göttliche im Partner sehen können
  • sich Freude schenken, Wertschätzung geben, genießen, feiern und lachen
  • den Tiger der Emotionen reiten lernen – Vergeben und Loslassen üben
  • Vision und Sinn für die Partnerschaft finden
  • Vereinbarungen treffen und einhalten

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